An der Oberschule Überseestadt legen wir großen Wert auf Partizipation. Dieser Begriff, der vom lateinischen „participation“ (teilhabend, Anteil haben) abgeleitet ist, bedeutet für uns die aktive Einbindung unserer Schülerinnen und Schüler in den Schulalltag. Sie haben die Möglichkeit, ihre Ideen, Meinungen und Sichtweisen einzubringen und bestimmen das Schulleben aktiv mit.
Partizipation ist ein zentrales Menschenrecht, verankert in der UN-Kinderrechtskonvention von 1989. Diese Konvention garantiert Kindern das Recht, ihre Gedanken frei zu äußern und an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt zu sein. Weitere Informationen sind unter UN-Kinderrechte zu finden.
An der Oberschule Überseestadt konzentrieren wir uns besonders auf folgende Aspekte:
Unsere Schülerinnen und Schüler lernen durch Partizipation, eigenständig zu denken, zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen. Dies ist besonders wichtig in einer Welt, die von zunehmender Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist.
Demokratie und Partizipation sind auch eine Antwort auf Herausforderungen wie Populismus und Fake News. Indem wir Kinder und Jugendliche frühzeitig in Entscheidungsprozesse einbinden, stärken wir ihr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und fördern demokratische Werte.
Daher ist Partizipation für uns unerlässlich für erfolgreiches Lernen. Wenn Schülerinnen und Schüler aktiv mitwirken können, steigern sich Motivation und Leistung. Bei uns wird Partizipation durch eine Kultur der Wertschätzung und des Respekts getragen, die von der gesamten Schulgemeinschaft gelebt wird.
In der Oberschule Überseestadt sind Wertschätzung und Anerkennung die Grundlage für eine aktive und nachhaltige Partizipation. Unsere Schülerinnen und Schüler sind willkommen und werden respektiert, ihre Talente und Begabungen können sie bei uns frei entfalten und sie werden als wertvolle Individuen wahrgenommen. So schaffen wir ein echtes Lernumfeld, das weit über das bloße Erwerben von Zertifikaten hinausgeht und die persönliche Entwicklung fördert.
Damit werden folgen wir dem Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK):
"Junge Menschen können unabhängig vom Alter ihre eigenen Ideen formulieren und sich für unsere Demokratie engagieren. Partizipation, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit und Teilhabe müssen früh und in möglichst allen Lebenszusammenhängen erlernt und erfahren werden – auch und gerade in Familie und Schule. Partizipation ist daher ein wesentlicher Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags. Kinder und Jugendliche haben das Recht sich zu informieren, sich um ihre eigenen und gemeinwohlorientierten Angelegenheiten zu kümmern und die Weiterentwicklung auch ihrer Schule und Lebenswelt verantwortlich mitzugestalten."
Quelle: KMK vom 06.03.2009 i. d.F. vom 11.10.2018
Mehr dazu auch in dem Artikel "Stärkung der Demokratieerziehung".